Politik

Fachgruppenleitung 

Raimund Hethey

Kerncurricula

Klasse 8-10:   
Kerncurriculum Oberstufe:   

Schulinternes

Arbeitsplan:  (in Arbeit) 

Lernmittel 

zugelassene Lernmittel (5-12):   

Lehrerinnen und Lehrer 

Brauers, Dr. Christof (Po/Ge)
Frühauf, Guido (Po/De/WuN/DS)
Hethey, Raimund (Po/Deu/WuN)
Janssen, Volker (Po/De)
Kirmis, Monika (Po/Ma) (Ref.)
Kleen, Jan (Po/De)
Krikis, Sven (Po/Ku)
Lange, Niels (Po/De)
Möller, Rico (Po/Ge)
Otremba, Lars (Po/Sp) (Ref.)
Rensinghoff, Ines (Po/Ku)

Bildungsbeitrag des Faches Politik-Wirtschaft

Die Aufgabe des Faches Politik-Wirtschaft in der gymnasialen Oberstufe ist die Vermittlung eines vertieften politischen und ökonomischen Grundwissens, das Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt, sich in der Gesellschaft und ihren Subsystemen Politik und Wirtschaft angemessen zu orientieren, politische und wirtschaftliche Sachverhalte und Probleme kompetent zu beurteilen, Standpunkte zu beziehen und sich auf einer demokratischen Grundlage in öffentlichen Angelegenheiten zu engagieren. Dazu müssen Schülerinnen und Schüler spezifische Kompetenzen in den Domänen Politik und Wirtschaft so erwerben, dass sie Interdependenzen zwischen Politik und Wirtschaft erkennen können. In der gymnasialen Oberstufe wird die im Sekundarbereich I begonnene Arbeit im Sinne eines Spiralcurriculums fortgeführt und intensiviert. Dies bedeutet, dass der auf vertiefte Allgemeinbildung, Entwicklung der allgemeinen Studierfähigkeit und Wissenschaftspropädeutik angelegte Unterricht nun die von den Schülerinnen und Schülern zuvor in den Bereichen Fachwissen, Erkenntnisgewinnung und Bewertung erworbenen Kompetenzen erweitert und vertieft. Fundament des Unterrichts in der Oberstufe ist also ein gesicherter Wissensbestand aus dem Sekundarbereich I, ohne den das Niveau des Zentralabiturs nicht zu erreichen ist.

Niedersächsisches Kultusministerium: Kerncurriculum für das Gymnasium – gymnasiale Oberstufe für das Fach Politik-Wirtschaft (2007), S. 7

Was ist eigentlich Politik-Wirtschaft?

Das Unterrichtsfach Politik-Wirtschaft soll einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, aus Schülerinnen und Schülern mündige Staatsbürger werden zu lassen, die in unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zur Kritik, vor allem aber auch zur Partizipation am sozialen und politischen Leben befähigt sind. Darüber hinaus sollen ihnen grundlegende ökonomische Kenntnisse vermittelt werden, um sie auf die Rolle als Konsumenten oder Teil der Arbeitswelt vorzubereiten. Gleichgültigkeit gegenüber politischen Aspekten oder gar Politikverdrossenheit oder einer Radikalisierung soll so Einhalt geboten werden. Vielmehr werden durch den Politikunterricht Kompromissbereitschaft und Toleranz, Perspektivübernahmen und Kritikfähigkeit vermittelt, um daraus Wertmaßstäbe für das eigene Handeln zu entwickeln. Diese zweifellos anspruchsvollen Ziele werden den Schülerinnen und Schülern ab der achten Klasse nach dem Prinzip des Nahen und Fernen vermittelt – immer mit dem Anspruch verbunden, ihre Lebenswelt einzubeziehen. Das beginnt mit dem Kennenlernen politischer Entscheidungsprozesse in der Gemeinde, deren Aufbau sowie Teilhabemöglichkeiten Jugendlicher daran. Weiterhin wird die Rolle der Jugendlichen als Konsumenten und ihre Stellung in der Rechtsordnung thematisiert. Prinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik und deren Institutionen, die Rolle von Unternehmen, Aspekte der Sozialen Marktwirtschaft sowie soziologische Themen sind Schwerpunkte der Mittelstufe. Gleichsam spielt das methodische Arbeiten, zu dem beispielsweise die Textarbeit, der Umgang mit Karikaturen und Bildern, Recherchen, Befragungen, Exkursionen und eine regelmäßige Teilnahme an den Wettbewerben der Bundeszentrale für politische Bildung gehören, eine herausragende Rolle.

Der Unterricht in der Sekundarstufe II zeichnet sich durch ein höheres Abstraktionsniveau und umfangreiche theoretische Fundierung aus, um dem wissenschaftspropädeutischen Anspruch der gymnasialen Oberstufe gerecht zu werden. Neben dem grundlegendem Faktenwissen steht hier besonders die Problemorientierung im Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens. Gerade diese Vielfalt aus politischen, soziologischen, ökonomischen und juristischen Aspekten, die Bezüge auf die Lebenswelt der Schülerschaft und die ständige Präsenz aktueller Themen, machen das Fach Politik-Wirtschaft zu einem anspruchsvollen und dabei ungemein wichtigen und interessanten Fach.

Studien - und Berufsorientierung

Was soll ich werden? Mit dieser Frage müssen sich alle Jugendlichen früher oder später auseinandersetzen. Nicht immer fällt die Antwort auf diese Frage leicht. Studien- und insbesondere Berufsorientierung ist meistens ein langer und sehr individueller Prozess. Unsere Schule möchte versuchen, alle Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen. Der Arbeitskreis Studien- und Berufsorientierung hat daher in Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Politik-Wirtschaft ein Konzept entwickelt, das in der fünften Jahrgangsstufe beginnt und aufbauend bis in den Abschlussjahrgang führt. Dabei unterscheiden wir zwischen Maßnahmen/Veranstaltungen, an denen die Teilnahme verpflichtend ist, und Angeboten, die auf freiwilliger Basis genutzt werden können, z.B. die jährlich stattfindenden Rotary-Berufsinformationen, Hochschulinformationstage, Exkursionen zur IdeenExpo, Exkursionen zur Hochschule in Groningen und Workshops in Kooperation mit dem Jobcenter Bad Zwischenahn.
Im Zentrum der verpflichtenden Maßnahmen steht der alljährlich am letzten Donnerstag im April stattfindende Zukunftstag. Hier bieten wir für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5-10 ein ganztägiges und altersangemessenes Programm an. Darüber hinaus wird im Rahmen des Politik- sowie Seminarfachunterrichts Studien- und Berufsorientierung betrieben.
Das Angebot an Veranstaltungen mit freiwilliger Teilnahme ist sehr umfassend. Informationen zu aktuellen Veranstaltungen werden zumeist über Aushänge im Schulgebäude und/oder Informationsschreiben zur Kenntnis gegeben.
Frau Knabben – vom Jobcenter Bad Zwischenahn – bietet monatlich Termine für eine Einzelberatung an.

Ansprechpartner:
Volker Janssen (AK Studien- und Berufsorientierung)
Martina Knabben (Jobcenter Bad Zwischenahn)
Bärbel Böhnke (Sozialpädagogin)
Raimund Hethey (Fachobmann Politik/Wirtschaft)

Bewerbungstraining

Richtig bewerben will gelernt sein. Aus diesem Grund bieten wir in Kooperation mit örtlich ansässigen Unternehmen ein zweistufiges Bewerbungstraining für unsere Schülerinnen und Schüler in der Mittelstufe an. Zunächst erhalten im Rahmen des jährlich im April stattfindenden Zukunftstages alle Achtklässlerinnen und Achtklässler einen 45-minütigen Einblick in die Thematik. Zu Anfang der neunten Klasse nehmen dann alle Neuntklässlerinnen und Neuntklässler an einem ca. dreistündigen Workshop teil, den wir zusammen mit Westersteder Unternehmen veranstalten. Im Anschluss an diesen Workshop gilt es nun, dass erworbene Wissen auch konkret anzuwenden, schließlich müssen sich alle Neuntklässlerinnen und Neuntklässler nun so schnell wie möglich schriftlich um einen interessanten Praktikumsplatz für das am Ende des neunten Schuljahres anstehende Betriebspraktikum bewerben.

Die Berlinfahrten des Gymnasiums Westerstede

Seit vielen Jahren steht Berlin auf dem Fahrtenprogramm unserer Schule – wahlweise im Rahmen eines Politikkurses, eines Seminarfaches oder als möglichst gleichwertiger Ersatz für eine Austauschfahrt im zehnten Jahrgang. Berlin bildet einen rasanten, pulsierenden Gegenpol zum Ammerland und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern ein breites Spektrum an neuen Eindrücken. Diese beginnen bereits mit der überwältigenden Auswahl an Sehenswürdigkeiten und touristischen Angeboten während der Planungsphase, welche die Schülerinnen und Schüler selbst gestalten, und steigern sich in der spielerischen Erkundung des riesigen Nahverkehrsnetzes mittels einer Live-Variante des Spieles „Mister X“.
Vor Ort begeben sie sich auf eine Spurensuche: Deutsche und europäische Geschichte lassen sich hautnah erleben. Diverse Orte an der ehemaligen Mauer erlauben einen Blick auf die deutsch-deutsche Teilung, die beklemmende Stimmung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen (ehemaliges Stasigefängnis) und in den Bunkeranlagen ist immer wieder greifbar. Die Schülerinnen und Schüler nehmen die verschiedenen Formen der Erinnerungskultur in Deutschland wahr, beispielsweise am zentralen Holocaust-Mahnmal, am imposanten sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park oder an der schlichten Erinnerungssäule für den Mauertoten Peter Fechter. Keine Metropole verändert sich so rasant wie Berlin. Zu erleben ist dies in der architektonischen und kulinarischen Vielfalt, den wechselnden Ausstellungen, dem urbanen Wohnen in gegensätzlichen Quartieren und nicht zuletzt in den umfangreichen Einkaufsmöglichkeiten und bei abendlichen Streifzügen in Gruppen durch die pulsierende Szenestadt.
Der Besuch des Deutschen Bundestages und ein Gespräch mit einem Abgeordneten (möglichst aus dem heimatlichen Wahlkreis) im Paul-Löbe-Haus bildet einen weiteren Höhepunkt der Berlinfahrten. Die Führung durch das Reichstagsgebäude und der direkte Blick in eine Parlamentsdebatte sorgen für ein direktes Politikerlebnis bei den Schülerinnen und Schülern. Das Ziel ist immer wieder eine von Schülerinnen und Schülern gestaltete Woche in der Hauptstadt, die für eigene thematische Schwerpunkte offen ist und zugleich wichtige Kernelemente einer Studienreise berücksichtigt.

Leistungsbewertung

In die Mitarbeitsnote fließen unterschiedliche Leistungsbereiche ein: die mündliche Mitarbeit, FSL, Mitarbeit in Gruppen- oder Partnerarbeiten, Referate, sonstiges Engagement (Interviews etc.) Immer ist dabei die Qualität und Quantität der Leistungen zu berücksichtigen.

Gewichtung der Teilnoten:
Jahrgangsstufe 8:Mitarbeit 60%, eine Klassenarbeit pro Halbjahr (30-45 min.), die teilweise textgebunden sein muss
Jahrgangstufe 9:Mitarbeit 60%, eine Klassenarbeit pro Halbjahr (45-60 min.), die textgebunden sein muss
Jahrgangstufe 10:Mitarbeit 50%, eine Klausur pro Halbjahr (90 min.), die textgebunden sein muss
Hinweis: Es werden Ganzjahresnoten vergeben. (Beschluss Fachkonferenz vom 28.09.2011)

Kursstufe:
Semester mit zwei Klausuren: Sonstige Mitarbeit 50%
Semester mit einer Klausur: Sonstige Mitarbeit 60%