Aus dem Schulleben

Abgeordneter zu Gast im Unterricht – viele Fragen blieben offen

Maileen Frey, Andrea Müller, Kea-Marie Wolters (Jg. 11)
Dienstag, 12. Dezember 2017




Westerstede, im November 2017: Auf Einladung des Politik-Leistungskurses im 11. Jahrgang am Gymnasium Westerstede hat sich der CDU-Abgeordnete Stephan Albani kürzlich den Fragen der Schülerinnen und Schüler gestellt. Moderiert wurde die Veranstaltung von unserem Mitschüler Jaro Pleus, der die häufig breiten Ausführungen des Abgeordneten immer wieder geschickt auf die eigentlichen Fragen zurückführte.

Zuvor hatte sich der Kurs intensiv auf eine Reihe von Themen vorbereitet. So ging es kurz nach der Bundestagswahl um die Gründe für das schlechte Abschneiden der CDU, um die aktuelle Flüchtlingsproblematik, die Freiheit des Abgeordneten nach Art. 38 GG und um das Thema Umwelt, das in den zu dieser Zeit stattfindenden Sondierungsgesprächen zwischen der CDU/CSU, der FDP und den Grünen einen breiten Raum einnahm. Aber viele der Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses waren auch sehr interessiert an der Zukunft der Rente, mit welcher sich der Kurs intensiv im Unterricht befasst hatte.

Die hartnäckigen Nachfragen stießen dabei nicht immer auf die Zustimmung des Gastes. So missfielen ihm offenkundig gerade Fragen zur Rente. „Sie ist stabil bis 2030. Das scheint ein typisches Thema in einem Politik-Leistungskurs zu sein“, so Albani. „In meinen Wahlversammlungen spielte es überhaupt keine Rolle.“ Im Unterschied zum CDU-Abgeordneten sahen die Schüler angesichts des gewaltigen Kostendrucks und der Gefahr der Altersarmut sogar einen großen Handlungszwang auf Seiten der Politik. Der Hinweis Albanis auf eine Kommission, die sich ab 2019 ganz allgemein mit dem Thema Rente befassen solle, ließ die entscheidenden Fragen zu deren Finanzierung aber unbeantwortet. Enttäuscht war der Leistungskurs über die wenig konkreten Antworten auch deshalb, weil es Stephan Albani selbst gewesen war, der, zu den Gründen für das schwache CDU-Ergebnis befragt, von sich aus zu Beginn noch erklärt hatte, dass es der Union nicht gelungen sei, eine Zukunftsvision zu vermitteln. „Hier hätte er Gelegenheit gehabt, uns Jungwählerinnen und Jungwählern seine Visionen zum Thema Rente zu vermitteln“, so eine Stimme aus dem Kreis der Schülerinnen und Schüler bei der anschließenden Auswertung.

Auch beim Thema Umwelt blieben die Antworten, vor allem zur Fracking-Methode, aus Sicht des Kurses eher an der Oberfläche, beschied Albani Nachfragen doch mit dem knappen Hinweis, „ein Blick in Wikipedia lohnt sich“.

Obwohl die Befragung also anders verlief als vom Kurs erhofft, war es für alle Beteiligten eine interessante Erfahrung, die wohl so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.

Verleihung des Angelus-Sala-Preises in der Universität Oldenburg

Marvin Elling (10d)
Montag, 04. Dezember 2017




Anlässlich des „Tages der Chemie“ am 2. November 2017 wurde mir und anderen Zehntklässlerinnen und -klässlern aus dem gesamten Weser-Ems-Gebiet für besondere Leistungen im Fach Chemie der „Angelus-Sala-Preis“ samt dem Buch „Chemische Leckerbissen“ verliehen. Der jährlich vergebene Preis ist nach dem Leibarzt von Graf Anton Günther und Aufseher über das Apothekenwesen in Oldenburg benannt.

Mein bester Freund Sören Janßen, Herr Heidmeier und ich besuchten die Universität in Oldenburg, wo wir sehr spannende Vorträge über die aktuellsten Forschungen und Herausforderungen der Chemie hörten. In diesem Jahr wurde unter anderem die für die Wissenschaft der Chemie immer wichtiger werdende Technik eines 3D-Druckers vorgestellt. Anschaulich wurde der Vortrag von der Pokemon-Figur Glurak unterstützt. In einem zweiten Vortrag wurde über organische Displays, wie sie beim IPhone X schon verwendet werden, referiert.

Obwohl es vielleicht für viele nicht interessant klingen mag, sich Vorträge von Professoren anzuhören, war es doch unglaublich spannend zu erfahren, warum die Displays der Zukunft biegsam sind, warum ein 3D-Drucker später einmal in der Lage sein wird, ganze Hochhäuser innerhalb weniger Tage zu erschaffen und warum es sich lohnt, in der Schule sein Bestes zu geben und immer neugierig auf Herausforderungen und neue Erkenntnisse zu sein.

Zum krönenden Abschluss des Tages bekamen wir noch eine wunderbare Führung durch den Chemie-Trakt der Universität Oldenburg und einige Labore.

Die „Tage der Talente“ am 20. und 21. Oktober

Kyra Kloppenburg, Loreen Garmers (7b)
Montag, 27. November 2017




Wie schon seit fünf Jahren haben auch dieses Jahr wieder die „Tage der Talente“ mit zahlreichen Teilnehmern stattgefunden. Wie jedes Mal waren talentierte Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 4-7, die ein gutes Notenbild haben, hierzu eingeladen, um an den vielen angebotenen Projekten teilzunehmen. Mit rund 90 Personen war die Teilnehmerzahl in diesem Jahr sehr hoch.

Die Projekte:

Auf den Spuren der alten Römer
Blitzende Schwerter, Armeen und Schlachten. Wer ist das? Die Römer. Zusammen mit Frau Besser haben die Kinder die Mysterien der alten Römer kennen und verstehen gelernt. Auch heute schleicht sich immer noch ein bisschen Latein in unser Leben.

Forschen mit allen Sinnen
Das Projekt wurde von Isabelle Plewka (Universität Oldenburg) geleitet. Es ging darum zu überprüfen, ob sich die eigenen Sinne täuschen lassen. Die Viertklässler haben es bewiesen!

Geheimcodes
Die Schüler und Schülerinnen haben Geheimcodes kennengelernt mit dem Ziel, einen verschlüsselten Satz, den die Lehrerinnen an die Tafel geschrieben hatten, zu entschlüsseln. Das Projekt hatete so viele Teilnehmer, dass es in zwei Gruppen aufgeteilt werden musste. Sie wurden von Frau Anweiler und Frau Eyferth geleitet.

Programmieren
In diesem Projekt hat Frau Kemnitz den Schülerinnen und Schülern, die sich für Programmieren interessieren, aber noch nichts davon verstehen, den Einstieg ermöglicht.

English Film Project
Unter der Anleitung von Herrn Norrenbrock haben die Teilnehmer drei voneinander unabhängige englischsprachige Kurzfilme produziert, die am Schluss allen vorgeführt und sehr gelobt wurden.

Heimat
Hierbei ging es um eine Beschäftigung mit dem Kampf der Ostfriesen gegen die Ammerländer. Die Tourismusbehörde in Westerstede will die Denkmäler der Stadt wieder bekannt machen: Unter der Leitung von Frau Seeba und Herrn Möller wurden hierfür u.a. ein Audioguide und eine Broschüre erstellt.

Eine Begegnung mit dem Künstler Friedensreich Hundertwasser
Mit der Hilfe von Frau Evers und Frau Laue haben die Schüler und Schülerinnen aus einer Säule auf dem Schulhof, die bisher nur als eine unter mehreren Stützen für die Dachterrasse diente, ein buntes Kunstwerk nach Hundertwasserart erschaffen.

Die rasenden Reporter
Die rasenden Reporter unter Leitung von Herrn Pohlig haben jeweils zu zweit ein Projekt besucht und darüber berichtet, um am Ende allen Teilnehmern der „Tage der Talente“ eine fertige Zeitung überreichen zu können.

Bei der Wahl ihres Projekts konnten die eingeladenen Schülerinnen und Schüler einen Erst- und Zweitwunsch abgeben, dann wurde ausgelost, wer wo mitmachen durfte. Das Auslosen wurde von Frau Manßen und Thomas Siemer übernommen, den Leitern der „Tage der Talente“. Zusammen haben sie die „Tage der Talente“ bei uns in der Schule eingeführt und sind immer noch mit ganzem Herzen dabei. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer des Gymnasiums Westerstede und Isabelle Plewka (Dozentin an der Uni Oldenburg) konnten die „Tage der Talente“ also auch 2017 wieder durchgeführt werden. Wir freuen uns, dass diese Aktion regelmäßig einmal im Jahr stattfindet.

Long live rock 'n' roll!

D. Schlichting
Montag, 20. November 2017




In der ersten Novemberwoche haben sich die Schülerbands unserer Schule an zwei Konzertabenden beteiligt. „Disrupted“ und „The Fuzzels“ traten am 02.11.17 zusammen mit anderen Gruppen aus Oldenburg und Vechta im Wilhelm 13 in Oldenburg beim „Bandshop“ auf. Unsere Schülerinnen und Schüler überzeugten dabei mit einem vielseitigen Programm aus Rock, Pop und Soul.

Am darauffolgenden Abend waren „The Fuzzels“ bereits wieder aktiv, diesmal in unserer eigenen Pausenhalle. Gemeinsam mit „Everend“ stimmten sie das Publikum auf den Auftritt der Band „Avalanche“ ein, welche aus ehemaligen Schülern (Abitur 2014) besteht. „Avalanche“ präsentierte mitreißenden Hardrock: Alle 6 Musiker der aufstrebenden Formation zeigten sich sehr spielfreudig, gut gelaunt und sichtlich erfreut über das Wiedersehen mit Menschen und Orten ihrer Schulzeit. Beim Publikum sprang der Funke schnell über und es wurde mitgesungen, getanzt und „gewedelt“.

Ein herzliches Dankeschön für den tollen Abend geht an alle drei mitwirkenden Bands und außerdem an die Familie Berger (danke, Tina, Martin und Tim!), die sich um die gesamte Tontechnik gekümmert hat.

Das Runde wollte einfach nicht in das Eckige!

R. König
Montag, 06. November 2017




Mit dieser abstrakt-lapidaren Fußballsentenz frei nach Herberger lässt sich aus Sicht unserer Schulmannschaft recht treffend zusammenfassen, warum der Barmer-Wanderpokal in diesem Jahr nicht erstmalig unsere Schulvitrine schmücken darf. Auch wenn der zweite Platz unter 53 teilnehmenden Schulen zweifelsohne ein beachtlicher Erfolg ist, war die Enttäuschung des Teams nach dem Abpfiff groß, hatten sich doch fast 100 Zuschauerinnen und Zuschauer an der Hössen eingefunden, um trotz des stürmischen Wetters und des langen Feiertagswochenendes für eine echte Endspielatmosphäre auf dem neuen Westersteder Kunstrasen zu sorgen.

Entsprechend motiviert ging unser Team gegen die erwartet defensiv agierende Mannschaft des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums aus Ahlhorn zu Werke. Von Beginn an trug das Kombinationsspiel über die Außenpositionen immer wieder Früchte und führte zu einigen guten Tormöglichkeiten gegen die kompakte Ahlhorner Viererkette. Außerdem gelang es durch engagiertes Mittelfeldpressing, den Ball frühzeitig zu erobern und den Gegner zumeist weit vom eigenen Tor fernzuhalten. Nach einer Viertelstunde jedoch entschied der Schiedsrichter in unserer Spielfeldhälfte irrtümlicherweise auf Einwurf für Ahlhorn, aus dem sich dann der erste vielversprechende Angriff der Gäste entwickelte. Ein etwas vom Winde verwehter Flugball sprang Erik Weis beim Klärungsversuch sehr unglücklich an den Arm – der daraus resultierende Elfmeter sorgte für das 0:1. Unser einmal mehr sehr gut aufgelegter Torwart Erik Gerdes sprang zwar in die richtige Ecke, war aber gegen den scharf geschossenen Ball machtlos. Unsere Schüler ließen sich auch weiterhin nicht von ihrem gefälligen Kombinationsspiel abbringen und spielten sich bis zur Pause weitere gute Gelegenheiten heraus. Die Ahlhorner verhinderten mit aller Kraft den Ausgleich. Besonders hervorzuheben ist die herausragende Leistung ihres Torwarts, der reihenweise Großchancen vereitelte. Wurde er einmal überspielt, halfen ihm, wie bei einem Schuss von Jann Kramer, der Pfosten oder ein Mitspieler, der kurz vor der Pause auf der Torlinie klärte.

Nach der Pause ließen unsere Schüler nicht nach und stemmten sich tatkräftig gegen die drohende Finalniederlage. Ebenso engagiert versuchten die Ahlhorner ihren knappen Vorsprung zu behaupten. Mit zunehmender Spieldauer wurde das Spiel mit vielen Offensivaktionen auf beiden Seiten immer offener. Unser Team kam weiterhin zu guten Torgelegenheiten durch Leon Paul, Erik Weis und Chris Weber, jedoch verhinderten mangelnde Präzision und Konzentration beim letzten Pass oder Torabschluss den erhofften Torjubel. Mit fortschreitender Zeit häuften sich die Einzelaktionen im Mittelfeld und führten zu Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung, die den Ahlhornern vermehrt Räume zum Kontern boten. Hier hielt uns unser Torwart Erik Gerdes mit einigen guten Aktionen im Spiel. Für Spannung bis zum Schluss war gesorgt. Nach einer von vielen Rettungstaten des Ahlhorner Keepers sprang der Ball kurz vor Spielende noch einmal an die Querlatte des Ahlhorner Tores, das an diesem Tag für uns wie vernagelt schien, sodass die Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums den begehrten Wanderpokal nach einer beachtlichen kämpferischen Leistung schließlich freudvoll in Empfang nehmen durften. Unserem Team bleibt der Rückblick auf ein Turnier mit vielen spielerischen Glanzlichtern und positiven Teamerlebnissen sowie die Aussicht auf das Barmer-Cup-Turnier 2018, an dem ein Großteil des diesjährigen Kaders erneut teilnehmen wird.

Foto: Hartmut Kröncke

Immer auf dem aktuellsten Stand – Die Schulbibliothek B³

Daniela Evers
Mittwoch, 01. November 2017




Zweieinhalb Jahre ist es nun her, da wurde die Schulbibliothek B³ unter Mitwirkung aller mit der Schule Verbundenen umfangreich renoviert und der Medienbestand weitestgehend neu aufgebaut. Die daraus entstandene Erfolgsgeschichte der Bibliothek wird unter anderem durch die regelmäßige Unterstützung des Förderkreises des Gymnasiums erst möglich.

So gelingt es, den Medienbestand weiter aktuell zu halten und ein breites Spektrum verschiedener Medienarten zu präsentieren (Musik-CDs, Filme, Bücher, Hörbücher, Spiele). Auch inhaltlich kann die Bibliothek mit einem vielfältigen Angebot punkten: Die Romane z.B. aus den Bereichen Abenteuer, Liebe, Familie, Fantasy, Science Fiction und Krimi wecken großes Interesse, das besonders dann zunimmt, wenn es ganze Reihen gibt. Zudem finden die Schülerinnen und Schüler hier Literatur zu den Themen Comic, Reisen, Forschung, Tiere, Weihnachten usw. Der Roman „No Exit“ beispielsweise, der in der Bibliothek erst ab 14 empfohlen wird, stellt für einen Schüler gar „das beste Buch“ dar, das er je gelesen habe.

Inzwischen gibt es auch zahlreiche Spiele, die sich gut in den dafür vergleichsweise kurzen Pausen spielen lassen. Insbesondere Dobble erfreut sich großer Beliebtheit und ist, obwohl es in vierfacher Ausgabe vorliegt, doch meistens ausgeliehen.

Zu Schuljahresbeginn brennen die neuen Fünftklässler geradezu darauf, endlich ihren Leseausweis zu bekommen. Dass dieses Angebot die Zustimmung aller Schülerinnen und Schüler findet, zeigt sich insbesondere an der wachsenden Nutzerzahl, die von anfangs etwa 20-30 auf nunmehr 50-70 Nutzer pro Pause angestiegen ist. Inzwischen sind zwei Aufsichtskräfte für die Ausleihe und Aufsicht erforderlich.

Wir möchten uns sehr herzlich für die fortwährende Unterstützung des Förderkreises bedanken, der dieses lohnenswerte Projekt so engagiert begleitet!

Finale daheim!

R. König
Mittwoch, 25. Oktober 2017




Nach der kurzfristigen und offiziell witterungsbedingten Absage des Endspiels um den Barmer-Cup am 1. Oktober im Oldenburger Marschwegstadion wird das Finalspiel gegen das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium aus Ahlhorn nun am Sonntag, d. 29. Oktober um 12.30 h auf der Hössensportanlage ausgetragen. Das Sportamt der Stadt sowie der FSV Westerstede haben uns diesen Austragungsort dankenswerterweise ermöglicht.

Die Mannschaft, die bislang ein bemerkenswertes Turnier gespielt hat und hochmotiviert auf das Finale blickt, würde sich über lautstarke und zahlreiche Unterstützung an der Hössen sehr freuen. Der Eintritt ist selbstverständlich frei und auf die standesgemäße Stadionwurst muss höchstwahrscheinlich auch nicht verzichtet werden.

„Avalanche“ kehrt zurück! SPH Warm-Up-Konzert am Gymnasium Westerstede

D. Schlichting
Mittwoch, 18. Oktober 2017




Mit dabei: „Everend“ und „The Fuzzels“

Am 3. November lädt das Gymnasium Westerstede zu einem besonderen Konzert ein. Die Band „Avalanche“, bestehend aus ehemaligen Schülern des Gymnasiums, tritt um 19:30 Uhr in der Pausenhalle auf. „Avalanche“ nimmt derzeit am „SPH Bandcontest“ teil, dem größten Bandwettbewerb im deutschsprachigen Raum, und hat die dritte Runde, das Regional-Finale in Bremen, bereits für sich entscheiden können.

Die sechs jungen Männer lernten sich am Gymnasium Westerstede in der Arbeitsgemeinschaft Rockmusik kennen und gründeten die Band „Eskalation“, welche schon damals das Publikum auf Konzerten inner- und außerhalb der Schule begeisterte. Noch als Schüler begannen sie, eigene Songs zu schreiben und nahmen eine CD auf. Mittlerweile studieren oder arbeiten die Bandmusiker überall im norddeutschen Raum, aber zum Proben treffen sie sich in regelmäßigen Abständen in Westerstede.

Als „Avalanche“ kehren die erfolgreichen Musiker nun an ihre ehemalige Schule zurück. Sie freuen sich darauf, ihren groovigen Hardrock wieder einmal vor alten Bekannten und neuen Fans zu präsentieren. Der Auftritt bietet ihnen auch eine gute Gelegenheit, sich bestmöglich auf die Pre-Finals, die vorletzte Runde des SPH Bandcontests, vorzubereiten. Das große Ziel, die Teilnahme am Finale im Januar in Montabaur, ist für „Avalanche“ in greifbare Nähe gerückt.

Unterstützt wird „Avalanche“ bei dem SPH Warm-Up-Konzert von zwei Schülerbands des Gymnasiums Westerstede: „Everend“ und „The Fuzzels“.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Un cours de français différent des autres - avec Azouz Begag, Wiard Raveling et 440 invités: Warum und wie man Sprachen auch lernen kann...

12eN Französisch und W. Kaschta
Montag, 09. Oktober 2017




Zum Französischunterricht der etwas anderen Art versammelten sich am Mittwoch, 6. September 2017 in unserer Aula etwa 440 Oberstufenschülerinnen und -schüler mit ihren Lehrerinnen und Lehrern aus 14 Schulen des Umkreises. Sie waren der Einladung der Fachgruppe Französisch unserer Schule gefolgt, um zwei Vorträge zu erleben, die zum Abiturthema „La France et l’Allemagne entre hier et demain“ passen. Im ersten Teil der gut zweistündigen Veranstaltung präsentierte Wiard Raveling, ehemals Lehrer unserer Schule, seine z.T. sehr persönlichen Erfahrungen mit dem Thema der deutsch-französischen Aussöhnung nach dem 2. Weltkrieg. Er bezog sich dabei auf sein 2014 zweisprachig erschienenes Buch „Ist Versöhnung möglich? Meine Begegnung mit Vladimir Jankélévitch / La réconciliation est-elle possible? Ma rencontre avec Vladimir Jankélévitch“, wobei er in erster Linie über seinen Briefwechsel und die benannte Begegnung mit dem französischen Philosophen erzählte, der noch in den 80er Jahren eine Aussöhnung mit den Deutschen und daher selbst einen Besuch in Deutschland für unmöglich hielt. Die belastende Schuldfrage sowie die damit einhergehenden Schwierigkeiten eines Neuanfangs für die deutsch-französischen Beziehungen nach dem Zweiten Weltkrieg wurden in Ravelings Erfahrungsbericht anschaulich dargestellt.

Die heutzutage umso sichtbarer und intensiver gelebten deutsch-französischen Beziehungen bestimmten den zweiten Teil des Nachmittags. Für französische Ambiance in der Aula sorgten zunächst die sehr passend gewählten und professionell vorgetragenen Liedbeiträge des Oberstufenchores unter der Leitung von Frau Kraus, am Klavier begleitet von Frau Hackbarth, bevor als weiterer Höhepunkt der Veranstaltung der französische Schriftsteller, Soziologe und Politiker Azouz Begag erzählend, gestikulierend, singend und mimend allumfassende Präsenz zeigte, das Publikum in die Gegenwart zurückholte und dabei für sich einzunehmen wusste. Auf sehr amüsante, mitreißende und vor allem vielsprachige Art stellte er seine eigene Lebensgeschichte als Sohn algerischer Einwanderer vor und verdeutlichte dabei nicht nur die Schwierigkeiten für Kinder mit ausländischen Wurzeln, sondern auch die nicht abnehmende Bedeutung des (Sprachen-)Lernens und der Bildung für eine gelungene gesellschaftliche Integration. Ganz nebenbei berichtete Azouz Begag in Anlehnung an die abiturrelevante und in Teilen autobiographische Erzählung „Et tranquille, coule le Rhin“ von seinen ersten Erfahrungen mit der Fremdsprache Deutsch, seiner Liebe zu Deutschland und diversen Motivationsschüben, die den Erzähler, wohl Azouz selbst, immer wieder die Hürden des Sprachenlernens haben nehmen lassen: seine eigene Herkunft, sein Fußballinteresse, seine amour fou zu den Deutschlehrerinnen, spanische Urlaubsbekanntschaften ... oder eben heutztage regelmäßige und zahlreiche Besuche in deutschen Schulen. Zwar blieben nur wenige Minuten Zeit für die Fragen des Publikums an Azouz Begag, dafür aber zahlreiche Eindrücke: ein Unterricht der besonderen Art, der bei den Beteiligten noch nachwirkt... Ein großer Dank an alle, die zum Gelingen des Treffens beigetragen haben!

„C‘était formidable“, wie Azouz es uns selbst im Nachhinein geschrieben hat.

Mit Sturm und Drang ins Pokal-Endspiel

R. König
Dienstag, 26. September 2017




Paukenschlag im Schulfußball! Zum zweiten Mal nach 2012 hat sich unsere Schulmannschaft der Sek. I für das Finale um den begehrten Barmer-Cup qualifiziert. Es findet am Sonntag, 01.10.17 um 12:00 Uhr im Oldenburger Marschwegstadion als Vorspiel zur Regionalliga-Partie des VFB Oldenburg gegen den SV Drochtersen/Assel (Beginn: 15:00 Uhr) statt.

Unsere Schüler trotzten dabei nicht nur eindrucksvoll der Konkurrenz von fast 60 teilnehmenden Schulen aus den umliegenden Kreisen, sondern in der Zwischenrunde am 13. September in Bloherfelde auch dem „Fritz-Walter-Wetter“ und teilweise orkanartigen Winden. Nach einer unglücklichen Niederlage zu Beginn gegen die Cäcilienschule Oldenburg steigerte sich das Team im weiteren Turnierverlauf von Spiel zu Spiel. Mit leidenschaftlichem Teamgeist, spielerischer Finesse und einem Quäntchen Glück wurde der Finaleinzug im entscheidenden Spiel gegen die Oldenburger Graf-Anton-Günther-Schule schließlich perfekt gemacht. Der Linienrichter überstimmte dabei den Schiedsrichter und entschied – selbstverständlich ohne den Service einer Rücksprache mit dem Kölner Videoassistenten! – mit Recht auf Tor für uns. Wembley lässt grüßen! Unser Team trifft im Finale auf das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium aus Ahlhorn und hofft auf zahlreiche Unterstützung, sodass der Siegerpokal erstmals in der langjährigen Turniergeschichte mit nach Westerstede gebracht werden könnte. Frau Klimas wird in jedem Fall im Stadion sein, da ihr Ehemann auf der Trainerbank der Ahlhorner sitzt!

Für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die an einer Begleitung unserer Schulmannschaft interessiert sind und sie beim Endspiel aktiv unterstützen möchten, aber Schwierigkeiten haben, die Fahrt nach Oldenburg selbst zu organisieren, bietet die Schule die Möglichkeit an, gemeinsam mit dem Bus dorthin anzureisen.

Abfahrt: ca. 10:45 Uhr (Bushaltestelle des Gymnasiums Westerstede)
Rückfahrt: 17:00 Uhr (ab Oldenburg, Marschwegstadion)

Die Kosten für den Bus betragen 2,00€. Um diese Fahrt organisieren zu können und um zu wissen, wie viele Schülerinnen und Schüler mitfahren wollen, sind die Fahrtkosten zusammen mit der Einverständniserklärung bis spätestens Donnerstag, 28.09.17 im Schulsekretariat bei Frau Leffers abzugeben. Einen entsprechenden Vordruck gibt es bei der Klassenlehrkraft oder Frau Leffers.

Der Eintritt für das Stadion ist für unsere Schule kostenfrei bis zu einem Kontingent von etwa 50 Karten. Wichtig zu wissen ist für Schüler und Eltern, dass es sich bei dabei um keine Schulveranstaltung handelt.

Auf Andy Goldsworthys Spuren…

I. Rensinghoff, C. Wolter
Freitag, 15. September 2017
… haben 24 Schülerinnen und Schüler der ErNi-Kunstkurse des 11. und 12. Jahrgangs an zwei herrlichen Spätsommertagen Kunst unter freiem Himmel geschaffen.

„Installation und Land Art“ ist die etwas sperrige Überschrift zu dem Thema, das für die ErNi-Kunstkurse in diesem Schuljahr im ersten bzw. dritten Semester verpflichtend ist. Und so sperrig der Titel ist, so schwer zugänglich sind die Werke dieser Kunstrichtungen trotz ihrer dekorativen Anmutung zuweilen auch. Da erfordert es ein hohes Maß an Offenheit und Neugier, sich auf Werke einzulassen, die für die Schülerinnen und Schüler völlig neu sind. Die Werke der Land Art lassen sich mit den bis dahin in der Mittelstufe erlernten Methoden kaum erfassen: Wie analysiert man ein Werk von Andy Goldsworthy, und gibt es bei Land Art überhaupt eine Interpretation? Wie unterscheiden sich diese Kunstwerke von ersten Kunstversuchen im Freien, die jedes Kind im Kindergarten oder mit den Eltern am Strand geschaffen hat?


Derlei Fragen sind gar nicht leicht oder gar eindeutig zu beantworten. Umso beeindruckender war es zu sehen, mit welcher Freude und Geduld, Frustrationstoleranz und Auseinandersetzungsbereitschaft 24 SchülerInnen der beiden Kunstkurse von Frau Rensinghoff und Frau Wolter zwei Tage lang eigene praktische Arbeiten erschaffen haben – und zwar jede/r für sich allein, ohne Werkzeug, nur kraft ihrer Hände und Fantasie und lediglich mit dem vor Ort gefundenen Material innerhalb des individuell ausgewählten kleinen Naturausschnitts! Hoch motiviert erkundeten die SchülerInnen am Sonntagvormittag das Gelände rund um den Falkensteinsee in Ganderkesee, um sich bereits am Nachmittag in die Verwirklichung einer eigenen Gestaltungsidee zu versenken.


Am Montagvormittag blieben den Schülerinnen und Schülern zwischen Frühstück und Mittagessen weitere drei Stunden Zeit, um ihre Werke zu vollenden. Zunächst war es für die Schülerinnen und Schüler unvorstellbar, für die Vollendung des Werks fast sieben Stunden intensiver Arbeitszeit zu benötigen – je nach Werk wurden diese Stunden dabei als zu kurz oder zu lang wahrgenommen. Auch das war eine spannende Erkenntnis, wie unterschiedlich Zeit vergeht, je nachdem, welchen Umfang und Aufwand das avisierte Werk erfordert. Es wurden kleine und große Steine gesammelt, zuweilen quer über das riesige Gelände geschleppt und zu einem Gesamtgebilde komponiert. Stöcke wurden aufs benötigte Maß gebrochen, Schilf und Blätter geformt und an den dafür vorgesehenen Orten gruppiert, gereiht, geordnet… Oft war dafür mehr als ein Versuch vonnöten, und natürlich brannten am Montagmorgen alle darauf, zu sehen, was über Nacht zerstört wurde und ob und wie viel vom Werk erhalten geblieben war. Nach der Mittagspause versammelten wir uns am Montagnachmittag zu einem gemeinsamen Rundgang über das Gelände, sodass wir abschließend eine Vernissage aller Werke unter einem bis zuletzt strahlenden Himmel erleben und zusammen alle Werke gebührend würdigen konnten.


Entstanden sind vergängliche Kunstwerke, die ganz sensibel auf den Ort eingehen, ihn minimal und nicht invasiv verändern, bereichern. Dabei wurde nicht nur mit dem vor Ort zu findenden Material gearbeitet, sondern es wurden auch ursprüngliche und natürliche Formen aufgegriffen, wie die Fotos anschaulich belegen: Vorgefundenes wurde betont, leicht verändert, ergänzt. Formen, Strukturen und Charakteristisches wurden sichtbar, Gewohnheiten des Menschen im Umgang mit der Natur wurden erfahrbar gemacht. Es wurde aber auch mit und in der Natur ganz Neues geschaffen. Noch am Samstag hatten Frau Wolter und sicherlich auch manche der Schülerinnen und Schüler verzweifelt zu Hause gesessen, hinaus in den nicht enden wollenden Regen geblickt – alle Apps und Wetternachrichten prophezeiten Regen – und sich gefragt, wie Land Art bei Dauerregen und ohne drohende Erkältung würde entstehen können. Unser Glück war größer als erhofft. So konnten wir sogar den Sonntagabend in gemütlicher Runde am Lagerfeuer ausklingen lassen, bevor wir uns zur Nachtruhe in die abenteuerlichen PODs zurückzogen – ein echtes Erlebnis! Welch ein Geschenk, dass die Sonne uns und unserem Tun zwei Tage lang hold war und uns erst bei Ankunft in Westerstede der Regen wieder erreichte. Unsere Ideen konnten Gestalt, Form und Farbe annehmen und sind nicht nur leblose Skizze auf weißem Papier geblieben. Namaste, Sonne!

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Unterrichtszeiten

Stunde

Westerstede

Apen

1./2. Stunde 08:00 - 09:30 08:00 - 09:35
1. große Pause 09:30 - 09:50 09:35 - 09:55
3./4. Stunde 09:50 - 11:20 09:55 - 11:30
2. große Pause 11:20 - 11:45 11:30 - 11:45
5./6. Stunde 11:45 - 13:15 11:45 - 13:20
Mittagspause 13:15 - 14:10 13:20 - 14:00
7./8. Stunde 14:10 - 15:40 14:00 - 15:30

Aktuelles

Aktuelle Termine

18Dez
18.12.2017 - 20.12.2017
21Dez
21.12.2017
22Dez
22.12.2017 - 07.01.2018
24Jan
24.01.2018 - 25.01.2018

Aus der Presse

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